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Warum der Internationaler Frauentag auch 2026 noch wichtig ist

Lars Kulesch beim Frauenstreik in Leipzig am 09.03.2026

Der Internationale Frauentag ist ein Tag des Erinnerns – aber auch ein Tag der Ehrlichkeit. Denn wenn wir im Jahr 2026 noch immer darüber sprechen müssen, dass Frauen für ihre Rechte, ihre Sicherheit und ihre Selbstbestimmung kämpfen müssen, zeigt das vor allem eines: Gesellschaftlicher Wandel braucht oft sehr lange.

Viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen, wurden über Jahrzehnte hart erkämpft. Gleichberechtigung im Beruf, Schutz vor Gewalt, politische Teilhabe – all das ist nicht einfach entstanden, sondern das Ergebnis von Mut, Ausdauer und Solidarität vieler Frauen.

Umso ernüchternder ist es, dass manches davon heute wieder verteidigt werden muss. In vielen Bereichen sehen wir Rückschritte, Widerstände oder neue Formen von Ungleichheit. Der Kampf um Respekt, Sicherheit und gleiche Chancen ist noch lange nicht abgeschlossen.

Für mich ist diese Frage nicht nur eine politische, sondern auch eine persönliche. Als Vater wünsche ich mir eine gerechte und sichere Welt für meine Kinder. Eine Welt, in der niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt wird. Eine Welt, in der Mädchen genauso selbstverständlich ihre Zukunft gestalten können wie Jungen.

Doch dieser Anspruch darf nicht nur für unsere eigenen Kinder gelten. Eine gerechte Gesellschaft bedeutet, dass Sicherheit, Respekt und gleiche Chancen für alle Menschen gelten – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Lebensweg.

Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, dass Fortschritt möglich ist. Aber er erinnert uns auch daran, dass Fortschritt nie selbstverständlich ist. Er muss immer wieder neu verteidigt und weiterentwickelt werden.