Leipzig für mich, ich für Leipzig
Als ich mich 2012 für den Umzug nach Leipzig entschied, wusste ich noch nicht, wie sehr ich diese Stadt einmal in mein Herz schließen würde.
Leipzig hat es mir leicht gemacht, hier anzukommen – durch die Offenheit der Menschen, die Vielfalt der Kultur und die Selbstverständlichkeit, mit der unterschiedlichste Lebensentwürfe hier nebeneinander Platz haben.
Ich habe Leipzig als eine Stadt kennengelernt, in der junges Leben, starke Wirtschaft, prägende Kultur und immer wieder neue Ideen aufeinandertreffen.
Eine Stadt mit Freiräumen, mit Haltung und mit dem Mut, sich weiterzuentwickeln.
In all den Jahren habe ich mich in dieser Stadt immer wieder eingebracht und Verantwortung übernommen.
Nicht laut und nicht parteipolitisch – sondern dort, wo Verantwortung konkret wird: im Alltag, in Vereinen und Projekten, im gemeinsamen Ringen um gute Lösungen.

„Als Oberbürgermeister möchte ich führen, nicht verwalten.
Mir sind Transparenz, Verlässlichkeit und klare Entscheidungen wichtig – auch dann, wenn sie unbequem sind. Gleichzeitig bin ich überzeugt: Gute Politik entsteht im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, nicht hinter verschlossenen Türen.“
Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in Frankfurt (Oder). Aufgewachsen in Ostdeutschland, war diese Zeit von tiefgreifenden Umbrüchen geprägt – gesellschaftlich wie familiär. Die Wende, die Trennung meiner Eltern, Arbeitslosigkeit und Wegzüge im Umfeld gehörten zu meinen frühen Erfahrungen.
Diese Jahre haben mich geprägt. Ich habe gelernt, dass Veränderungen gestaltbar sind – wenn man Verantwortung übernimmt, weiß, wohin man will, und bereit ist, mit anderen zusammenzuarbeiten.
Nach dem Abitur am Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder) zog es mich nach Berlin. An der Technischen Universität Berlin begann ich ein Studium des Schiffbaus. Parallel arbeitete ich als Nachhilfelehrer, studentische Hilfskraft und in einem Club, um meinen Lebensunterhalt zu sichern.
2005 wechselte ich den Studiengang und studierte Medientechnik an der Hochschule Mittweida, das ich 2009 abschloss. In dieser Zeit führte mich mein Weg erstmals nach Leipzig: In der MDR‑Redaktion „Ein Fall für Escher“ sammelte ich praktische Erfahrungen im Medienbereich.
Ende 2008 zog ich nach Rostock und engagierte mich ehrenamtlich beim freien Radiosender LOHRO – als Redakteur und Ausbilder, vor allem in der Tages‑ und Politikredaktion. Dort erhielt ich intensive Einblicke in journalistische Arbeit und politische Prozesse.
Politisch war ich seit 2004 Mitglied der PDS, später der LINKEN. Ab 2007 arbeitete ich aktiv in unterschiedlichen Funktionen, unter anderem als Wahlkreismitarbeiter von Prof. Dr. Wolfgang Methling und ab 2010 in der Öffentlichkeitsarbeit der Landtagsfraktion Mecklenburg‑Vorpommern im Schweriner Schloss.
Auf kommunaler Ebene war ich Mitglied des Kreisvorstands, in Arbeitsgruppen junger Politikerinnen und Politiker sowie Aufsichtsratsmitglied des Rostocker Zoos. 2011 kandidierte ich in Rostock als Direktkandidat zur Landtagswahl.
2012 beendete ich meine parteipolitische Arbeit, um mich meiner Familie zu widmen. In dieser Zeit wurde mir klar, dass mein Anspruch an Politik nur schwer in klassische Parteistrukturen passt. Ich trat aus der LINKEN aus.
2016 war ich Mitbegründer und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Bündnis Grundeinkommen. Ziel war es, das Thema Grundeinkommen bundesweit auf die Wahlzettel zur Bundestagswahl zu bringen – ein Ziel, das wir erreicht haben.
Seit 2012 lebe ich mit meiner Familie in Leipzig. Zwei meiner Kinder sind hier geboren, alle sind hier in den Kindergarten gegangen, gehen heute zur Schule und sind in Leipziger Sportvereinen aktiv. Leipzig ist für uns zum Familienort geworden – ein Ort, an dem Alltag, Gemeinschaft und Zusammenhalt selbstverständlich sind.
In dieser Stadt habe ich mich auch über meine Familie hinaus eingebracht. Ich war Mitbegründer eines Wohnprojekts, habe mich viele Jahre ehrenamtlich im Vorstand eines Kindergartens engagiert und unter anderem die Pauschalen für den Kindergarten gemeinsam mit der Stadt Leipzig verhandelt. Dabei ging es mir immer darum, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen im Dialog zu finden.
Beruflich bin ich von den Medien in die IT gewechselt. Als Scrum Master begleite ich Teams dabei, strukturiert zu arbeiten, sich selbst zu organisieren und gemeinsam gute Ergebnisse zu erzielen. Ich arbeite seit Jahren mit engagierten Menschen zusammen und bin als Mitglied des Betriebsrats tätig. Auch hier erlebe ich täglich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, zuzuhören und tragfähige Entscheidungen zu ermöglichen.
Stationen meines Lebens
- 1983 geboren in Frankfurt (Oder)
- seit 2012 in Leipzig
- Vater von 4 Kindern
Ausbildung
- Abitur am Karl-Liebknechtgymnasium Frankfurt (Oder)
- Studium Medientechnik (BA-Eng) an der Hochschule Mittweida
- Weiterbildungen zum Frontendentwickler & Scrum Master
Berufliche Stationen
- Wahlkreismitarbeiter von Prof. Dr. Wolfgang Methling und Hikmat Al-Sabty in Rostock
- Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit der Landtagsfraktion DIE LINKE MV in Schwerin
- Servicemitarbeiter Belantis in Leipzig
- Mitarbeiter für Qualitätssicherung bei invia in Leipzig
- aktuell: Mitarbeiter für Qualitätssicherung und Scrum Master bei allane SE in Leipzig – Betriebsratsmitglied
Politische Erfahrung
- 2004-2012 Mitglied in der PDS/DIE LINKE
- Mitglied in verschiedenen Parteigremien in der LINKEN auf lokaler und Landesebene
- Mitglied des Aufsichtsrats des Rostocker Zoos 2009-2012
- Direktkandidat zur Landtagswahl 2011
Ehrenamt
- Redakteur und Ausbilder im Radioprojekt LOHRO in Rostock
- Geschäftsführer der Lobel GmbH – Wohnprojekt
- 6 Jahre Vorstand im Waldorfkindergarten Leipzig Süd e.V.